Der Ballfangzaun steht

Ein Netz für den Frieden

Groß ist nicht immer gut, diese Erfahrung mussten die Dahlenburger Tennisspieler jahrelang machen, wenn die Kicker von nebenan unaufgefordert mit ihren Fußbällen „aushalfen“. Insbesondere bei Tennispunktspielen beschwerten sich die Gastvereine über herüberfliegendes Leder, das den Spiel- und Trainingsbetrieb des Öfteren störte und unterbrach.

Da die Tennisanlage nicht immer besetzt ist, kam es auch vor, dass herüber geschossene Fußbälle nicht zurückgegeben werden konnten. Da kletterte mancher Kicker schon einmal über den „niedrigen“ Zaun und betrat den Tennisplatz – mit Fußballschuhen. Beschädigungen an Platz und Zaun verursachten erhebliche Kosten.

Der Ballfangzaun

Der Ballfangzaun

Seit Jahren also hegten die Sportler des Tennisvereins Dahlenburg den Wunsch nach einem Ballfangzaun zwischen Tennis- und Fußballplatz. Bereits im Sommer 2007 setzen sich die Sportler des Tennis Club Dahlenburg mit dem Vorstand des Dahlenburger Sport Klub zusammen, um den Bau dieser Friedensgrenze zu initiieren.

Wie hoch, wie lang, wie teuer waren die ersten Fragen. Und die ersten Angebote, die eingeholt wurden, zeigten bald, dass das Projekt mit erheblichen Kosten verbunden sein würde – wie soll das finanziert werden?

Fördermittel wurden beantragt. Die erste Zusage kam im Dezember 2007 vom Landkreis Lüneburg, der das Projekt mit 5000€ unterstützen wollte. Es folgte die Sparkasse Lüneburg mit einer Spende im Mai 2008.

Nach weiteren Gesprächen konnte es der Vorstand wagen, im August 2008 den Bauantrag zu stellen. Nun hieß es warten, warten auf die beantragten Gelder und die Baugenehmigung.

Die Gemeinde Dahlenburg und der Kreissportbund gaben ihre Zusagen im Oktober 2008. Die Baugenehmigung wurde im November 2008 erteilt. Doch es fehlten immer noch Geldmittel, da nicht alle beantragten Mittel in voller Höhe bewilligt wurden. Aber auch hier hatten die Vorstände der beiden Vereine ihre Fühler ausgestreckt und den Windpark Dahlenburg, einen Förderer des Sportes und der Jugendarbeit, überzeugen können. Der WPD Jungend Fond sprang als größter Einzelspender ein und überwies beiden Vereinen jeweils 2500€.

Nun verhinderte erst einmal der Winter den Baubeginn im Jahr 2008. Um den Fußballplatz nicht zu beschädigen, musste man auf trockenes Wetter warten, denn ohne dass schweres Gerät den Platz passieren würde, ließe sich das Vorhaben nicht umsetzen. Außerdem musste ein Zeitfenster gefunden werden, in dem sowohl die Vereinsmitglieder als auch das Unternehmen, dass die Vorbereitungen für die Fundamente durchführen sollte (Firma Post), genügend Zeit haben würden.

So startete der Baubeginn am 26.08.2009. Zunächst wurden Löcher für das Fundament ausgehoben und Betonringe als Schalung in den Boden eingebracht. Zwei Tage später wurde der Beton mit einem „großen Bahnhof“ in Empfang genommen. An diesem Tag herrschte großes Treiben auf der Baustelle, insgesamt waren 10 Mitglieder des TCD und DSK damit beschäftigt, die Bodenhülsen an die richtigen Stellen in den Fundamenten zu platzieren. Eine gelungene Arbeit, die allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Nach einer Woche Abbindezeit wurde das Ständerwerk aufgestellt und die Traversen konnten verschraubt werden. Jetzt fehlte nur noch das Netz. Ein bisschen feierlich war ihnen wohl zumute, als die Mitglieder es Ende September in das Ständerwerk einhängten.

Für die Baumaßnahme wendeten die Sportler des Tennis Club Dahlenburg und des Dahlenburger Sport Klubs insgesamt 340 Arbeitsstunden auf. Die Vorstände bedanken sich dafür bei den Mitgliedern, aber auch bei Franz-Josef Kamp, der im Landkreis das Bauvorhaben unterstützt hat, und bei der Gemeinde Dahlenburg sowie dem Kreissportbund, der Sparkasse für ihre Zuwendungen und natürlich dem Windpark Dahlenburg Jugend Fonds, welcher mit seiner großzügigen Einzelspende dieses Bauvorhaben finanziell gesichert hat.

TCD Vorstand

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